Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Quelle: https://youtu.be/h58HkQV1gHY, abgerufen am 27.11.2020 (YouTube Channel ‚Hulu‘)

Regisseur: Clea DuVall; Drehbuch: Clea DuVall, Mary Holland; Erscheinungsjahr: 2020; Genre: LGBT+, Romantische Komödie, Weihnachten; FSK: k.A.; Länge: 102 Minuten; Produktionsland: USA; Cast: Kristen Stewart, Mackenzie Davis, Dan Levy, Aubrey Plaza, Alison Brie, Mary Steenburgen

Meine Bewertung: 4/10 Punkten

Inhalt:

Abby und Harper sind seit ca. einem Jahr zusammen, als sie beschließen, dass Abby über Weihnachten mit zu Harpers Familie kommt. Jedoch wissen ihre Eltern noch nicht, dass Harper lesbisch ist oder gar eine Freundin hat, und so muss Abby sich über die Tage als Harpers Mitbewohnerin ausgeben. Harpers Vater ist in mitten einer Kampagne um Bürgermeister zu werden, und alles muss perfekt laufen, ohne Skandale in der Familie – aber natürlich läuft nicht alles wie geplant.

Meine Meinung:

Zum Inhalt / für einen ersten Eindruck kann ich den Trailer tatsächlich empfehlen, der spiegelt den Film recht gut dar, was Stimmung und Thematik angeht.

Auf diesen Film hatte ich mich schon gefreut, sobald ich zum ersten Mal gehört habe, dass es ihn geben soll – eine Weihnachts-Rom-Com, aber das Hauptpaar ist lesbisch? Cool! Und so habe ich den Film dann auch tatsächlich direkt am ersten Tag, als er rauskam, geschaut, und wurde leider sehr enttäuscht.

Ich hatte eine eher kitschige, lustige, Wohlfühl-Komödie erwartet, und sehr viel mehr Drama und Emotionen bekommen, was grundsätzlich nicht schlecht ist, aber hier größtenteils einfach fies und toxisch ist. Es gibt ein paar tolle Charaktere – Abby (Kristen Stewart) ist sehr sympathisch, ihr bester Freund John (Dan Levy) ist der beste Teil des Films, einfach toll, und Jane (Mary Holland) ist so ein toller, herzenslieber und begeisterungsfähiger Mensch – und gerade wegen ihr ist es teilweise sehr schwer, sich diesen Film anzuschauen, weil sie die ganze Zeit ignoriert, vernachlässigt, nicht ernstgenommen wird und sich einfach niemand um ihre Gefühle schert. Ugh.

Soweit gut, nur dass der Rest teils einfach Karikaturen und unrealistisch sind, und teils einfach unsympathisch und toxisch – was leider auch auf Harper (Mackenzie Davis) als Hauptfigur zutrifft. Klar hat sie es schwer mit ihrem Coming Out, jede queere Person wird das nachvollziehen können, aber das ist halt nicht das Problem hier – sie benimmt sich einfach super schlecht, nervig und unsympathisch, verletzt andauernd die Gefühle ihrer Freundin, benimmt sich teils wie ein kleines Kind, sieht ihre Fehler nicht ein und übernimmt keine Verantwortung für diese. Naja. Und dann die Eltern, die sich die ganze Zeit blöd verhalten, ihre Töchter unter enormen Druck setzten, und das schon deren ganzes Leben lang, die die jüngste Tochter einfach aufgegeben haben (was sogar genau so gesagt wird!), und dann ändert sich all das plötzlich innerhalb von einem Tag und sie sind die unterstützensten Eltern überhaupt? Ne.

Und wegen der nervigen Harper und der wirklich schlechten Beziehung der beiden wollte ich auch einfach gar nicht, dass die beiden hinterher glücklich zusammen sind – ich war erleichtert, als Abby irgendwann erstmal geht, weil es zu viel wird, und dann ist da auch einfach noch Riley (Aubrey Plaza) als weiterer sehr sympathischer Charakter, die sich toll mit Abby versteht und Zeit mit ihr verbringt. Es wäre so viel besser gewesen, wenn die beiden einfach zusammen gekommen wären. Naja.

Fazit: Kann ich nicht empfehlen. Es gibt zwei, vielleicht drei queere Weihnachts-RomComs, also wollte ich diesen Film wirklich gerne mögen und habe ihn sogar mehrmals geschaut, aber das ist es echt nicht.

Werbung