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Autorin: Sandra Toth; Erscheinungsjahr: 2020; Verlag: FeuerWerke VerlagGenre: Dystopie

Meine Bewertung: 5/10 Punkten

Klappentext:

Lara und Thomas stehen fassungslos vor den Trümmern ihrer Zeit. Die erbarmungslos vorangetriebene Energiewende hat das Land in Arm und Reich gespalten, das Stromnetz ist zusammengebrochen. Hunger, Gewalt und Mord sind an der Tagesordnung, alle sind auf der Flucht. Doch es gibt einen vermeintlich sicheren Ort, eine Festung, die schon vor dem Zusammenbruch erbaut wurde und geschützt vor den katastrophalen Zuständen im Land zu sein scheint. Diesen Ort zu erreichen, ist das Ziel des jungen Paares, die einzige Hoffnung eines gesamten Dorfes und die letzte Chance eines Mannes, wieder mit seiner Familie vereint zu sein. Doch auf dem Weg dorthin geht es um Leben und Tod – und letztendlich auch um die einzige Chance auf eine Zukunft für Lara und Thomas …

Meine Meinung:

Die Story klang sehr interessant, aber die Umsetzung hätte doch um einiges besser sein können. Nach den ersten 50 Seiten, die ich mit zunehmender Frustration gelesen habe, war ich fast soweit, das Buch abzubrechen. Ich habe es dann doch noch weitergelesen, es ist nochmal um Einiges besser geworden und war letztendlich ganz unterhaltsam, aber wirklich gut war es leider nicht.

Sandra Toth hat es auf jeden Fall geschafft, dass die Geschichte spannend ist und man wissen will, wie es weitergeht, sodass ich es letztendlich doch recht schnell komplett gelesen habe, aber ich mag ihren Schreibstil leider nicht. Da ist sehr viel Erklärung von Charakteren und ihren Charakterzügen, anstatt dass diese durch deren Handlungen klar werden, was immer schlecht ist. Viele Absätze wie

„Sie war niemand, der sich selbst bemitleidete, das merkte [anderer Charakter] sofort. Ihre Augen strahlten Stolz aus, gleichzeitig auch Unsicherheit und Scheu, als sich ihre Blicke trafen.“

Weiterhin wirkte die Geschichte am Anfang sehr, sehr pessimistisch, mit extrem negativer Sicht auf die Menschheit und ohne Hoffnung auf irgendeine positive Wendung, was sich aber glücklicherweise noch geändert hat. Zudem gibt es einen Charakter, den man absolut nicht ausstehen kann – was auch so beabsichtigt ist, aber ich fand es doch recht extrem.

Leider fand ich auch den gesamten Hintergrund, wie es zu dieser Situation kam, sehr unrealistisch… Teile davon ja, aber gleich der Anfang, wie es dazu gekommen ist, würde niemals passieren, und dann ist die Erklärung, warum es keinen Strom mehr ergibt, quasi ein „Die Hauptperson versteht leider nichts davon, aber irgendwie gings halt“.

Aber genug gemeckert, Lara und Thomas sowie die zwei anderen Hauptcharaktere, aus deren Sicht auch erzählt wird, sind alle recht sympathisch und ich wollte zumindest gern wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Insgesamt also recht unterhaltsam, aber ich hätte es jetzt auch nicht vermisst, hätte ich es doch abgebrochen.

Fazit: Kann man lesen, die Story ist spannend und die Hauptcharaktere sympathisch, Schreibstil und Logik der Situation lässt aber zu wünschen übrig.